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Erfahrungsbericht "Gobi Men"

Herausgegeben von Jonathan Möller in Testbericht · 5/8/2013 16:07:02
Tags: 05.08.2013

Nachdem ich (Jonathan) die Gobi´s in vielen verschiedenen Bedingungen getragen habe (hochalpine Touren mit Schneepassagen, lange Asphaltstrecken, Gleitschirmstarts- und Landungen und Spaziergänge auf den heißen Steinen an der Côte d´Azur), möchte ich ein paar Eindrücke zu meinen neuen Sandalen schreiben. Bei mir decken Sandalen einen Einsatzbereich ab, der bei anderen von einer Palette verschiedener Schuhe von Flip-Flops für den Strandurlaub bis zu Bergstiefeln für alpine Wanderungen bedient wird. Sowohl die funtionalen Ansprüche sind bei mir sehr hoch, als auch die Erwartungen, dass das Material den Strapazen einige Zeit standhält. Der Struktur des Profils habe ich anfangs eher kritisch gegenübergestanden. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein so feines Profil genügen Griffigkeit im Gelände bieten kann. Nach den ersten längeren Bergab- Passagen mit ordentlich Gewicht auf dem Rücken, war diese Sorge aber verflogen. Die Anordnung und Richtung der Profilrippen scheint hier deutlich wichtiger zu sein, als deren Tiefe. Im Fußbett sind zwei verschiedene Materialien verarbeitet; Dort, wo das Hauptgewicht übertragen wird, ermöglicht ein härteres Gummi mit groberer Struktur, dass der Fuß auf der Sohle einen guten Halt hat. An den Stellen, an denen häufig Blasen durch Reibung entstehen, ist ein weicheres und vor allem sehr glattes Gummi verbaut. Auf diesem Material gleitet die Haut von z.B. Innenfuß und den kleinen Zehen sehr gut. Was mir auch sehr wichtig ist ist, dass der Fuß bei steiler Neigung bergab weder in der Sandale nach vorne rutscht, noch an den Stellen, an denen die Kraft übertragen wird, abgeschnürt wird. Durch die breite und lückenlose Polsterung der Riemen hatte ich noch nichtmal nach einem zügigen 1600m-Abstieg Reizungen an den Füß-Oberseiten und die Füße hatten einen so guten Halt auf den Sohlen, wie man es von Turnschuhen kennt. Bei Bergauf-Passagen hat sich für mich das X-Strap-System gut bewährt. Dadurch, dass der Versenriemen sehr weit vorne in die Sohle übergeht, ist sein Winkel viel flacher, was zwei angenehme Efftekte hat: Die Kraft verteil sich gleichmäßiger auf die Sohle und der seitliche Halt und Schutz am Außenfuß sind viel höher. Ich finde es außerdem sehr angenehm, dass der Versenriemen ohne Verstellmöglichkeit in einer Länge fixiert ist, die vermutlich ohnehin jederso einstellen würde. Der Klettverschluss, der hier gespart wird, macht den Riemen nicht nur leichter, sondern vor allem flexibler. Die Abnutzung hat sich für den brutalen Einsatz bis jetzt so gemächlich vollzogen, dass ich mir sicher bin, die Gobi´s noch auf vielen hohen und langen Touren durch´s Gelände jagen zu können.

Testbericht von
Jo. Möller, Supporter bei den X-Alps 2013



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